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40 Jahre Optimatik – ein Jubiläumsjahr geht zu Ende, eine Erfolgsgeschichte geht weiter

Interwiew mit Roland Dähler

Am 30. Januar 2026 geht das 40-jährige Jubiläumsjahr der Optimatik AG zu Ende. Genau an diesem Datum wurde das Unternehmen vor 41 Jahren, am 30. Januar 1985, von Franz Rupp gegründet.

Was als kleines Unternehmen für elektronische Steuerungen begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte stetig weiter. Einen wichtigen Meilenstein markierte das Jahr 1990 mit der Übernahme der Aktien durch Roland Dähler (90 %). Roland Dähler ist bis heute Verwaltungsratspräsident der Optimatik AG.

Im Gespräch mit Michelle Dähler blickt Roland Dähler auf die Anfänge, die Herausforderungen und die Erfolgsfaktoren der Optimatik zurück.

Michelle Dähler: Weshalb hast du dich 1990 für die Übernahme der Optimatik entschieden?

Roland Dähler: Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt einen starken Wunsch nach Selbstständigkeit. Die Optimatik AG befand sich damals in einer desolaten wirtschaftlichen Lage, was dazu führte, dass der Kaufpreis in einem Rahmen lag, den ich überhaupt finanzieren konnte. Elektronische Steuerungen passten zudem sehr gut zu meiner Ausbildung. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass in den Produkten noch viel Potenzial steckt und dass man aus dem Unternehmen etwas machen kann.

Welche Erinnerung hast du an die Übernahme im Jahr 1990?

Ich erinnere mich vor allem an ein unglaubliches Chaos. Praktisch alle Händler waren abgesprungen, und die Situation war noch viel schlimmer, als ich es mir vorgestellt hatte. Was mich jedoch sehr beeindruckt hat, war die Haltung der Mitarbeitenden. Sie waren hoch motiviert und sehr dankbar, dass ich die Optimatik übernommen habe und es weiter ging.

Was waren die grössten Herausforderungen in den ersten Jahren?

Eine der grössten Hürden war ganz klar die Finanzierung. Ich erhielt von allen Grossbanken Absagen. Schlussendlich war es die kleine regionale Raiffeisenbank Rorschacherberg, die mir geholfen hat. Daneben mussten wir jederzeit die Liquidität im Griff behalten und genügend Aufträge sichern. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Verbesserung der Produktqualität sowie das Zurückgewinnen des Vertrauens bei Händlern und Kunden.

Welche positiven Ereignisse sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Ganz klar der starke Zusammenhalt im Team. Wir haben ausgezeichnet zusammengearbeitet und einander geholfen. Die Mitarbeitenden waren sehr motiviert und dankbar, dass es mit Optimatik weiter ging. Kleine Erfolge gaben Motivation. Von einem sehr tiefen Niveau aus ging es fast stetig aufwärts, und jeder Fortschritt gab neue Motivation.

Welche Faktoren siehst du als Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg der Optimatik AG?

An erster Stelle stehen gut qualifizierte und motivierte Mitarbeitende. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen. Ebenso wichtig ist, niemals aufzugeben, auch wenn es schwierig wird. Qualität und Zuverlässigkeit in Produkten und im Service waren von Beginn an zentral. Dazu kommt die konsequente Kunden- und Marktorientierung. Wir mussten uns ständig neu erfinden und unsere Produkte laufend weiterentwickeln.

Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden und die Unternehmenskultur für den Erfolg?

Sie spielen eine enorm grosse Rolle. Ohne eine hervorragende und offene Unternehmenskultur wären die Mitarbeitenden nicht motiviert geblieben. Viele wären wohl abgesprungen und hätten diesen harten Weg nicht mitgemacht. Gerade in schwierigen Zeiten hat sich gezeigt, wie wichtig Vertrauen und Zusammenhalt sind.

Wenn du nochmals von vorn beginnen könntest, würdest du etwas anders machen?

Eigentlich nicht. Allenfalls würde ich noch stärker auf Märkte mit besonders grossem Potenzial setzen. Zudem würde ich noch mehr Ideen umsetzen und einfach ausprobieren, ob sie funktionieren.

Was wünschst du der Optimatik AG für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass die Erfolgsgeschichte weiter geht. Und dass die Optimatik AG ein wichtiger Arbeitgeber in der Ostschweiz bleibt, der den Mitarbeitenden, den Kunden und auch den Inhabern Freude macht.